FIGUREN MAGAZIN 4/2022

Inhaltsübersicht / FIGUREN MAGAZIN 4/2022:

Liebe Leser,
wie immer bietet auch unser aktuelles Figuren Magazin 4/2022 wieder eine Fülle von Informationen und Bildern rund um dieses große beliebte Sammelgebiet.
Alles in Farbe!
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Inhaltsübersicht / FIGUREN-MAGAZIN 4/2022:

Nachruf: Dr. Wolfgang Papenroth – der Gründungsvater unseres Sammler-Magazins ist nicht mehr unter uns
Es ist ein trauriger Anlass, im fünfzigsten Jahr des Erscheinens des Figuren Magazins den Gründer der Zeitschrift als Person, Sammler und Freund vieler Sammler-Urgesteine zu würdigen und dies mit einem Blick auf die positive Entwicklung dieser über die Grenzen unseres Landes hinaus bekannten und anerkannten Fachzeitschrift zu verbinden, deren Initiator er war. Was seit einiger Zeit als unbestätigtes Gerücht unter langjährigen Figuren-Sammlern kursierte, hat sich nach einem Kontakt mit der Frau unseres Freundes leider bestätigt. Dr. Wolfgang Papenroth, der vielseitig begabte und engagierte Sammler aus der Region Halle-Leipzig, der in Krefeld seinen Lebensmittelpunkt fand, ist verstorben.
Weder er noch die Besucher der Konzerte des berühmten Tanz- und Jazz-Orchesters Kurt Henkels konnten voraussehen, dass der junge Schlagzeuger im Orchester und Chemie-Student neben seiner erfolgreichen beruflichen Karriere in der Bundesrepublik zu einem der bedeutendsten und vor allem sachkundigsten Sammler von militärischem Spielzeug, insbesondere der Marken Lineol und Elastolin werden würde. Und zudem neben seinen beruflichen, sportlichen und anderweitigen Aktivitäten die Initiative ergriff, den Sammlern, die sich in Krefeld und auf der Wachenburg trafen, eine Plattform für den Austausch von Wissen und Erfahrungen zu geben. Mit seinem fundamentalen Wissen und seinen Fähigkeiten als Chemiker konnte er nicht nur die Originalfarben z.B. von Lineol analysieren, er erweiterte das Fachwissen der Sammler und berichtigte manche in der Szene verbreitete Legenden. Er war Wissensvermittler, Autor, Gastgeber und Freund. Was damals Anfang der 1970er Jahre mit einfachen technischen Mitteln, mit der Schreibmaschine geschriebenen, hektographierten Blättern begann, hat sich im Laufe der Jahre, unter der Verantwortung von Ernst Schnug, Gerd Duscha und den heutigen Herausgebern, den redaktionellen Mitarbeitern, sowie der vielen kenntnisreichen Autoren, in Inhalt und Druckqualität zu einer farbigen illustrierten Fach-Zeitschrift entwickelt, die zu einem zentralen Informations-Instrument von Figuren-Sammlern und Herstellern geworden ist und in jedem Quartal von vielen mit Spannung erwartet wird. Was mit Lineol begann, durch Elastolin ergänzt wurde, informiert heute über die unterschiedlichsten in- und ausländischen Produzenten vergangener Zeiten und vor allem auch über heutige Hersteller, wie Lineol/Duscha, King and Country usw., um nur einige zu nennen. Alles qualitätsreiche Ergänzungen der traditionellen Sammelgebiete. Aller Anfang lag bei Dr. Papenroth und seinen Mitstreitern in den 1970er Jahren; sie haben damit das Sammeln von Figuren nebst Zubehör zu einem Thema für Forschung und Kultur entwickelt und die Grundlage geschaffen für die Entwicklung unseres seit 50 Jahren bestehenden Sammler-Magazins. Wir werden Dr. Papenroth und seine Leistungen stets in Erinnerung behalten!
Die Herausgeber Helmut Lang und Andreas Pietruschka
und die gesamte Redaktion des Figuren Magazins

Figuren-Messe Friedberg 2022
32. Internationales Sammlertreffen – Ein Event in alter Frische
Alle waren sie wieder gekommen, die Figurensammler und Anbieter aus dem Inland und aller Herren Länder. So wurde auch das diesjährige Sammlertreffen in Friedberg (nahe Bad Nauheim) am 15. Oktober wieder zu einem echten internationalen Highlight des Sammlerjahres. Entgegen so mancher Unkenrufe im Vorfeld, dass wegen diverser Krisen und Beschränkungen ggf. weniger Besucher und Beschicker kommen könnten, war wieder alles voll, reichlich bestückt und überaus gut besucht. Das galt sowohl für die von Börsenorganisator, Herrn Enser, professionell vorbereiteten Tische in den zur Verfügung stehenden beiden Sälen der Stadthalle als auch für die Gänge dazwischen, in denen sich die beutegierigen Sammler schon direkt nach dem Besuchereinlass auf der Suche nach Schnäppchen drängten. Schon am Vorabend hatte man sich teilweise im Best-Western-Hotel „Rosenau“ in Bad Nauheim getroffen und entsprechend eingestimmt. Dieses Vortags- und Vorabendtreffen funktioniert mittlerweile, nachdem der Börsenveranstalter die Organisation und Zimmerreservierung nicht mehr übernimmt, auch in Eigenregie der Sammler und Händler ganz gut. Wichtig ist diese Relaisstation vor allem für die Gäste mit langen Anreisewegen, etwa aus Skandinavien oder von südlich der Alpen. Es kamen wieder viele internationale Besucher und Aussteller aus Belgien, den Niederlanden, Dänemark, Tschechien, Italien, Österreich und der Schweiz und sogar aus den USA. Dementsprechend vielfältig war das Angebot. Alle Sparten waren vertreten, von hochwertigen Blechfahrzeugen aus dem Militärbereich, über seltene Zivilfiguren aus Masse bis zu Themen der Antike und des Wilden Westens. Letzterer war sowohl in Plastik als auch Masse und Holz reichhaltig vorhanden. Aussteller und Besucher zeigten sich während und nach der Veranstaltung äußerst zufrieden. Und sie können sich schon auf die nächstjährige Figuren-Messe freuen, denn der Termin steht bereits fest: der 21. Oktober 2023. Andreas Dittmann schildert seine Eindrücke von der diesjährigen Figuren-Messe mit vielen interessanten Bildern.

Alt-Cairo im 15. Jahrhundert als 1:25-Modell
Gesellschaft für Internationale Burgenkunde widmet sich erneut einem Orientthema
Hat sich die Aachener Gesellschaft für Internationale Burgenkunde noch 2011 dem Thema „Felsendom von Jerusalem“ gewidmet, haben Bernhard und Michael Siepen seit Juni 2022 bis Dezember 2022 ein orientbezogenes, raumhohes ca. 8 qm großes Ausschnittmodell im Maßstab 1:25 der Altstadt von Cairo im 15. Jahrhundert als Weihnachtsausstellung kreiert, das den Besucher in dutzenden Szenen mit über 350 selbst gefertigten und abgeänderten Figuren fasziniert. Auf Bestandsplänen basierend, zeichnete Michael Siepen die Grundmauern des Modells, u.a. des Bab Zuwayla, eines von vier Toren der inneren Stadtmauer Cairos. Dessen Einzigartigkeit verdeutlichen zwei gleichartige Minarette auf seiner mit Zinnen gekrönten Plattform, von der der Muezzin gerade zum Gebet ruft. Sie gehören zu einem mit dem Tor verbundenen 80 m langen Moscheenkomplex (im Modell beeindruckende 3,20 m), in dem zwei Grabhäuser mit Kuppeln enthalten sind. Beide waren der Sultansfamilie al-Mu’ayyad Shaykh gewidmet. Durchläuft man das mächtige Tor, stößt man auf eine Basarstraße mit einer riesigen Karawanserei und steuert auf den Haupteingang der Moschee zu, die sich über niedrigen, schmalen Läden erhebt. Ihr gegenüber liegt der Zugang eines Badehauses mit Dampfbädern aus dem 12. Jahrhundert. Vor dem Bab Zuwayla drängt sich eine Kamelkarawane, geschützt von bewaffneten Reitern, neben Fußgängern und Eseln mit Reitern. Dort gibt es auch eine Schmiede. Alle wichtigen Zünfte und Verkaufsangebote finden sich innerhalb des Basars wie die der Schmuckhändler, Buchhändler, Schatz- und Alltagstruhenverkäufer, Korb- und Wäschehändler, Fassverkäufer, Essighändler, Töpferei, Fladenbrotbäckerei mit Backofen, Gemüse- und Obstverkäufer, Fisch- und Fleischverkäufer. Sogar die Schächtung von Kamelen, Rindern und Eseln wird vorgeführt. Teppichhändler, Musikanten und Bärentanz sieht der Betrachter am Ende des Modells. In der Karawanserei befindet sich der Sklavenmarkt mit Versteigerung. Wir zeigen eindrucksvolle Bilder dieses großen äußerst lebendig gestalteten Modells. Die Ausstellung soll bis Ende Februar 2023 für Jung und Alt geöffnet sein. Infos: www.burgenkunde.de

Preußen und Traditionsfahnen
Die späte Erfüllung eines Kindertraums
„Der glückliche Umstand, dass ich bei einigen Auktionen in der letzten Zeit eine kleine Armee friderizianischer Soldaten in Masseausführung von Elastolin und Lineol ersteigern konnte, ein Ereignis an das ich nicht zu träumen wagte, führte dazu, dass alte Erinnerungen wie in einem Film vor meinem geistigen Auge abliefen. Als Sudetendeutscher, dessen Vorfahren noch als Österreicher geboren wurden, Vater war noch Offizier der k.u.k.-Armee der österreichisch-ungarischen Monarchie im ersten Weltkrieg, wurde viel vom Kaiser Franz Josef und auch von Maria Theresia gesprochen. Nie habe ich damals Figuren gesehen, die Bezug zu historischen Ereignissen hatten. Und jetzt fanden sich in späten Jahren die Friderizianer von Elastolin und Lineol, mit den Traditionsfahnen, den Trommlern und Pfeifern, dem König mit seinen Generälen Zieten und Seydlitz und sogar mit den wenigen Kämpfenden in Masseausführung in meiner kleinen Welt ein. Ein Kindertraum wird wahr.“ So der Beginn einer Kindheitsgeschichte, die von Hans Rösler erzählt wird.

Ein Schurke und drei verlässliche Freunde
1955 flankierte Hausser Old Shatterhand mit vier prägnanten Elastolin-Charakterfiguren
Markante Gestalten von Karl May haben sich den meisten FM-Lesern eingeprägt. Für die Fans der Pierre-Brice-Filme ist namentlich Santer der Bösewicht, der vor Winnetous Vater und Schwester dessen Lehrer mordete. Dabei hat eine Vereinfachung im Drehbuch von Winnetou I Rattler 1963 verschwinden lassen, der jenen Klekih-petra im Roman erschießt. Bei den Filmfiguren von Friedel war Rattler folgerichtig nicht vertreten. Als Hausser acht Jahre zuvor die exzellente Elastolin-Gruppe nach Mays meistverkauftem Roman startete, setzten die Filme noch nicht die Maßstäbe; Rattler war in der Zielgruppe noch bekannt und wurde berücksichtigt. „Aus gedrucktem Text wurden figürliche Darstellungen“, lautete ab 1955 der ungelenke Werbespruch auf Elastolin-Schaustücken und in Elastolin-Katalogen. Rolf Hausser hatte dem seit 1950 in Bamberg mit enormer Erfolgskurve produzierenden Karl-May-Verleger Joachim Schmid im Sommer 1954 die Fertigung besonderer Motive vorgeschlagen. Analog zu der gleichfalls für 1955 vorbereiteten Serie zu den Prinz-Eisenherz-Comics sollten die zahlreichen Karl-May-Begeisterten besondere Szenen May-getreu nachspielen können. Der Autor Malte Ristau stellt den Schurken Rattler sowie die drei verlässlichen Freunde – das sogenannte ‚Kleeblatt‘ Sam Hawkens, Dick Stone und Will Parker – mit interessanten Informationen und Bildern vor.

Ullmann Figuren
Weitere Verbindungen zu Pfeiffer
In der Ausgabe Figuren Magazin 1/22 legte Ulrich Raue in seinem Artikel diverse Verflechtungen zwischen den Ullmann-Figuren und der Firma Pfeiffer dar. Anhand von einzelnen Beispielen konnte belegt werden, dass verschiedene Figuren, die nachweislich eine Ullmann-Bemalung aufwiesen, Einzug in das Sortiment von Pfeiffer gefunden hatten. Wir können davon ausgehen, dass mittlerweile über 350 verschiedene Figuren bekannt sind, die eindeutig vom gleichen Hersteller stammen, dessen Figuren im Ullmann-Katalog abgebildet sind. Eine weitere Spur zur möglichen Verflechtung mit der Fa. Pfeiffer wollen wir hier vorstellen und zeigen dazu beispielhaft eine Reihe der seltenen, ungewöhnlich schön ausgeführten Ullmann-Figuren in der 10cm-Größe aus dem Wildwest-Sortiment.

Fröha-Wachsmodelle
Figuren, die nie in den Handel kamen
Manche Figurenhersteller ereilt der wirtschaftliche Firmentod überraschend. Wenn dann bei der Abwicklung der Restbestände nicht alles gleich spurlos entsorgt wird, sondern in bewahrende Hände gelangt, dann kann sich das später als besonderer Glücksfall für eine Geschichtsrekonstruktion der Firmenphilosophie erweisen. Dies gilt sowohl für Zeugen aus Papier als auch für figürliche Restbestände aus Plastik oder Masse. Wenn dabei dann unvollendete Projekte etwa in Form nie realisierter Entwürfe oder sogar als Wachsmodelle auftauchen, entfaltet sich stets ein besonderer Reiz. Figuren-Sammler entwickeln dann oft Vorstellungen, die beginnen mit Gedanken zu „Was wäre, wenn …?“ Ein solcher Glücksfall verbindet sich mit überlieferten Wachsmodellen von Figuren der Firma Fröha, die unser Autor Andreas Dittmann anhand bisher nicht veröffentlichter Fotos vorstellt und beschreibt.

Max Weißbrodt – der Meistermodelleur / Teil 2
Im 1. Teil dieses Artikels zu Max Weißbrodt, dem Meistermodelleur, wurde ein Großteil seiner wichtigsten Werke für die Firma Hausser (Elastolin) in schneller zeitlicher Reihenfolge erfassend aufgeführt (Figuren Magazin 3/22). Sie waren nur ein Teil seines umfangreichen Schaffens aus den Arbeitsjahren von Mitte 1937 bis Mitte 1941 und von August 1945 bis 1970. Wobei in den Jahren 1945 bis 1948 aufgrund allgemeinen Arbeitsmaterialmangels und der Frage „wohin geht der Weg“ eine reduzierte Arbeitsweise in puncto Neuentwicklungen angesagt war. Militärspielzeug, das in den 1930er Jahren den Hauptanteil Hausserscher Produktion ausmachte, durfte nicht mehr hergestellt werden. Die Ausnahme: das von der US-Militärregierung genehmigte Schweizer Militärsortiment mit Schweizer Masse-Soldaten mit General Guisan und dazugehörenden Kanonen und Fahrzeugen, welche nur für den Export in die Schweiz bestimmt waren. Dazu waren keine Neuentwicklungen erforderlich. Bei der Firma Hausser begann jetzt zunächst die „Wild-West-Zeit“! In den Nachkriegsjahren 1946 bis 1949/50 wurden bei Hausser hauptsächlich Elastolin-Figuren aus den alten Vorkriegs-Wildwest-Programmen produziert und verkauft, natürlich auch das Tierfigurenprogramm mit dazugehörenden Holzgebäuden. Die von Max Weißbrodt noch in den Vorkriegsjahren modellierten Wild-West-Figuren, Trapper, Cowboys und Indianer zu Fuß und zu Pferd, mit dazugehörenden Pferdemodellen, sowie auch die beiden Karl-May-Hauptfiguren Winnetou und Old Shatterhand, wurden zur Serien-Produktion vorbereitet und ab 1950/51 als Neuheiten angeboten. In diesem 2. Teil seines Artikels stellt Peter Müller viele Modelle vor, die Max Weißbrodt geschaffen hatte. Der Fokus liegt aber vor allem auf von ihm geschaffenen Modellen der neuen Kunststoff-Ära, ergänzt mit seltenen Abbildungen.

Die Kreuzritterburg von Cherilea
Selten im Angebot
Im Figuren Magazin 2/2005 befindet sich ein von Malte Ristau geschriebener Artikel über die englische Spielzeugfirma Cherilea. Seit einigen Jahren ist nun eine Burg von Cherilea im Besitz des Autors Erhard Maußner, die er hier etwas näher vorstellt. Recht selten angeboten, obwohl sie ja laut Kartonaufdruck in England, Frankreich und Deutschland vertrieben wurde. Mit einem für Buben wie auch ihre Väter neugierig machenden Kartonaufdruck, wo sie als Mittelalterliche Burg inklusive Aktion-Figuren beworben wird. Im Gegensatz zu den Elastolin-Burgen der Firma Hausser, zu denen ja die Figuren extra erworben werden mussten, war hier auspacken und losspielen angesagt.

53. Kunststofffiguren-Börse am 4. Dezember 2022 in Herne
Mit Anbietern, Ausstellern und Tischinhabern war das Event im Kulturzentrum der Stadt Herne wieder außerordentlich attraktiv bestückt. Etwa 50 Händler aus dem In- und Ausland (Belgien, Irland, Niederlande etc.) waren es, deren Tische im Laufe des Tages von etwa 300 kaufgierigen Sammlern umlagert wurden. Hinzu kamen im Angebot die „gefühlten 5 km“ Figuren-Wühltische, die der Börsenorganisator Peter Bergner auch diesmal wieder hatte aufbauen lassen. Doch es gab nicht nur geschäftliche Höhepunkte von Angebot und Nachfrage: Einfach mal etwas Schönes fürs Auge bot eine riesige Burgenanlage, die etwa 5 x 8 Meter Grundfläche (!) umfasste und im großen 7cm-Maßstab das sagenhafte Camelot darstellte. Rundherum war’s wieder ein gelungenes Kunststofffiguren-Event, resümiert Andreas Dittmann seine bebilderten Beobachtungen. Und alle freuen sich schon auf die 54. Veranstaltung am 26. März 2023.

54. Figurenbörse Wohlen (Schweiz) 2022
André Schell gibt eine kurze Zusammenfassung der 2022er Börse am 30. Oktober. So stellt er fest, dass es zwar einen überschaubaren Besucheraufmarsch gab, aber alle anreisenden Kunden haben offenbar gut eingekauft, was dazu geführt hat, dass auch die anwesenden Händler mit ihren Geschäften zufrieden waren. Auf der Seite der Verkäufer gab es das eine oder andere neue Gesicht, was sich auch positiv auf die Vielfalt des Warenangebots auswirkte. Nach dieser erfolgreichen Börse schauen alle gespannt auf die 14. Ausgabe dieses Events im Herbst 2023.

Ausstellung:
„Aufstand der Zinnfiguren – Geschichten aus dem Bauernkrieg“
Im Kulturhistorischen Museum, 99974 Mühlhausen, 11. November 2022 bis 28. Mai 2023
Der Countdown zum 500. Jahrestag des Deutschen Bauernkriegs läuft. Als Vorbote für die große Thüringer Landesausstellung 2025 präsentieren die Mühlhäuser Museen seit dem 11. November 2022 die neue Sonderausstellung „Aufstand der Zinnfiguren“. Im Kulturhistorischen Museum werden Geschichten aus dem Bauernkrieg erzählt. In einzigartigen Dioramen schafft Doug Miller (Newcastle/England) eine kunstvolle Welt, die sich durch einen enormen Detailreichtum auszeichnet. Seine mit vollplastischen Figuren belebten Schaubilder – von denen wir im Figuren Magazin bereits mehrere vorstellten – zeigen fundiert recherchierte Szenen aus dem Bauernkrieg. Erstmalig werden alle zum Bauernkrieg relevanten Arbeiten des britischen Künstlers in einer Ausstellung gezeigt. Weitere historische Dioramen ergänzen die Schau. Zudem informieren Schautafeln über jene Zeit: Bauern, die für mehr Rechte kämpften, Geistliche und Gelehrte, die eine neue gesellschaftliche und religiöse Ordnung dachten, oder Herrscher, die das Schwert gegen die Aufständischen mit aller Härte führten. Während der Laufzeit dieser Sonderausstellung bietet das Museum interessante Begleitprogramme einschließlich Führungen an. Kulturhistorisches Museum, 99974 Mühlhausen, Infos: www.mhl-museen.de

Auktionen von alten Spielzeugen bis zu klassischen Automobilen
Seit über 40 Jahren steht das Auktionshaus Lankes für interessante Auktionsobjekte
Das vor über 40 Jahren von Heinz-Dieter Lankes gegründete Auktionshaus in Döhlau – inzwischen erweitert durch die Übernahme des Auktionshauses Von der Warth – ist spezialisiert auf das Versteigern von alten und historischen Spielzeugen. 8 bis 10 Spezialauktionen werden pro Jahr ausgerichtet, oft über mehrere Tage. Neben den üblichen Präsenzauktionen gibt es zeitgemäß auch Online-Auktionen. So werden jährlich ca. 30.000 Objekte in allen Preisklassen versteigert, z.B. bei den Spielzeugen von geringen zweistelligen Euro-Beträgen bis hin zu durchaus auch mal einem sechsstelligen Betrag. So geschehen 2017, als ein Fleischmann-Schiff, ein Einzelstück aus dem Archiv, für 290.000 Euro versteigert wurde! Das Gesamt-Programm der versteigerten Objekte ist riesig und umfasst viele Arten von Spielzeugen verschiedener Hersteller, z.B. Autos, Schiffe, Flugzeuge, Lineol/Elastolin-Figuren nebst Zubehören, alte Spiele, Blechspielzeuge bekannter Hersteller, Steiff-Spielzeug und vieles mehr, darunter seltene Raritäten aus anderen Sammelgebieten. Wir wissen aus langer Erfahrung, dass eine große Anzahl der Leser des Figuren Magazins nicht nur an Figuren interessiert ist, sondern sich auch für viele andere Spielzeugobjekte und weitere Sammelobjekte aus den vergangenen Jahrzehnten begeistert. Deshalb zeigen wir hier neben Beispielen zu Figuren und Zubehören auch einige Objekte zu anderen Themen, die im Jahr 2022 bei Lankes-Auktionen versteigert wurden, jeweils mit den erzielten Ergebnissen. Aktuelle Informationen zu den Auktionen ab Januar 2023 unter: www.lankes-auktionen.com

Sammler-Anzeigen
In unserer Rubrik „Suche/Biete/Tausche“ findet sich immer etwas zum Kaufen, Verkaufen oder Tauschen usw. Private Sammler-Anzeigen in dieser Rubrik sind für Abonnenten kostenlos! Private Sammler-Anzeigen (bis 500 Zeichen) von Nicht-Abonnenten erscheinen nach Voreinsendung von nur 5,– Euro in Briefmarken.

Meldungen, Tipps, Termine
Auch in dieser Ausgabe des Figuren Magazins finden Sie Termine, die in Artikeln oder gewerblichen Anzeigen aufgeführt sind und Tipps von allgemeiner Bedeutung oder Meldungen, die nicht gesondert im vorliegenden Inhaltsverzeichnis ausgewiesen sind.